Verbannung nach Helgoland von Timo Rieg

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Über dieses Buch


Hat die Evolution bei der Selektion unserer demokratischen Vertreter versagt? Bringt ein Politikerverbot die Lösung? Ja, sagt der Diplombiologe und Diplomjournalist Timo Rieg in seinem Rettet-Deutschland-Buch und fordert für Politiker, so der Titel, „Verbannung nach Helgoland“.

Auf 320 Seiten unternimmt der Ethologe eine Analyse der dramatischen Degeneration der politischen Klasse und weist Wege in eine zwangsläufig bessere Zukunft ohne Volksvertreter. Warum können Politiker so viel Belangloses artikulieren und werden dennoch zur Kenntnis genommen? Wie funktioniert das in der Natur einzigartig symbiotische Verhältnis von Politikern, Juristen und Lobbyisten? Und wieso schmeckt Tiefkühlpizza so scheiße?

Dass ohne Politiker alles besser werden muss, beweist „Verbannung nach Helgoland“: Wenn die Bürger über ihre Angelegenheiten einfach selbst entscheiden, der Sozialversicherungsdschungel durch ein Bürgergeld ersetzt oder Gesundheit nicht länger in Belohnungspunkten für die Ärzteschaft gemessen wird.



Klappentext


Politiker nerven, nicht erst seit Hartz IV oder der letzten BILD-Kampagne zu ihren üppigen Diäten. Was einst unter „Politikverdrossenheit“ verhandelt wurde, ist längst anerkanntermaßen nur ein Politiker-Überdruss. „Deshalb müssen wir sie schlichtweg abschaffen“ heißt die auf den ersten Blick sehr simple und populistische Konsequenz, die der Journalist Timo Rieg daraus zieht.

Politische Entscheidungen von Lokalpolitikern aus Datteln oder Freiburg werden dabei ebenso ad absurdum geführt wie Gesetzgebungen des Bundestags. Gewagt ist sicherlich die Vielschichtigkeit, in der das 320-Seiten-Buch angelegt ist: Zwischen Satire, Polemik und ganz realen Zitaten liegt weniger als eine Zeile. Was ernst gemeint ist und wo Übertreibung Stilmittel ist, wird der Aufmerksamkeit des Lesers anheim gestellt.

So brachte er vor fünf Jahren mit seinem Buch „Mehr Kirche“ vor allem protestantische Diskussionen gehörig durcheinander, weil er inmitten von Spar- und Kürzungsverhandlungen Wachstum forderte - allerdings verbunden mit radikalen Veränderungen: Abschaffung des Beamtenstatus, Selbstbestimmungsrecht für Jugendliche und keinerlei Geheimniskrämerei von Leitungsorganen gegenüber der Basis. Seine Grundideen von Freiheit und Mindest-Sicherung finden sich auch in „Verbannung nach Helgoland“ wieder.

Weil Timo Rieg wenig belehrt und dafür um so mehr politisch Verqueres zeigt, bleibt mit Sicherheit am Ende eine Erkenntnis: Links oder rechts, das ist nicht mehr die Frage, mit deren Beantwortung Probleme gelöst werden könnten. Die Frage heißt: Welche Alternative haben wir zum Politik-Establishment, das uns all die Probleme eingebrockt hat?

Über den Autor


Timo Rieg, Jahrgang 1970, ist Journalist. Nach den üblichen kindlichen Romanversuchsverirrungen trat er das erste wichtige publizistische Amt mit 14 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr an. Die gesundheitlich strapaziöse Phase, bis heute von keinem Politiker ins steuerliche Visier genommen, endete sechs Jahre später mit einem Enthüllungsbericht von einem nächtlichen Einsatz auf dem ortsangrenzenden US-Militärgelände, wofür sich sein Brandhauptfeldwebel beim Innenministerium entschuldigte und beim Autor mit einem Adieu bedankte.

Die zwischenzeitlich begonnenen Karriere als Gründer und Leiter einer humanistischen Schülerzeitung endete nach zwei Jahren mit einem Deal. An der neuen Lehranstalt erfolgten nur noch sporadische Schreibsubversionen, derweil die kommerzielle Betätigung für die meinungsführende Lokalpresse stetig wuchs und trotz anderslautender Versprechungen diverser stark angepisster Vorsitzender singender und kleintierzüchtender Vereinigungen nicht das letzte geschriebene Wort bleiben sollte.

Dem diskursiver angelegten zweiten Werk "Über Leichen zum Examen" waren immerhin zwei erfolgreiche Auflagen vergönnt, bevor die Universitäten von restentpolitisierten Schülern okkupiert wurden. Daher Gesinnungsaustausch und Autorenschaft marktgängiger Bücher.

Gebundene Ausgabe - Biblioviel
Erschienen am 28. Oktober 2004
ISBN: 3928781111





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Über mich


Seit Herbst 2003 handele ich gewerblich auf ebay. Als Kaufmann für Bürokommunikation fiel es mir leicht, mich den besonderen Anforderungen des Versandhandels in Deutschland erfolgreich zu stellen.

Gleichzeitig erweiterte ich meine Fähigkeiten, Texte und Grafiken auf Internetseiten darzustellen, was im Online-Marketing ohne Zweifel ein wichtiger Schlüsselfaktor ist. Die Kombination beider Arbeiten befriedigt mich beruflich mehr als alles andere zuvor.

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Hans Kolpak

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